Montag, 24. März 2014

Football/RestaurationDays/CrossCountry

Die Schule hatte noch nicht angefangen und das football practice ging schon los. Die ersten practices bin ich nur mit Ryan hingegangen, denn Luke war krank. Es war richtig warm draußen deswegen waren die Trainings noch härter. Das football team hatte ungefähr 10 coaches und 3 Mädchen die sich um das Wasser für die Spieler gekümmert haben, unter anderem auch meine Gastschwester.
Der head coach hat mich nach dem Training dem Team vorgestellt. Ich habe einen den Platz des cornerbacks eingenommen in der Verteidigung eingenommen.
Das ganze um Football hat sehr viel Spaß gemacht, jedoch habe ich eine Entscheidung gefällt die ich jetzt noch ein wenig bereue, doch muss ich sagen dass ich nicht nur Nachteile erhalten habe sondern auch eine Menge anderer Dinge erleben durfte.
Jedenfalls war in Albia ein kleines Fest. Es hieß 'restauration days'. Am Samstag Morgen war also ein 5 Kilometer Lauf in Albia, von welchem meine Gastmutter mir erzählt hatte. Wir sind beide mit gelaufen und das eigentliche Problem war, dass ich den 4. Platz gemacht habe und direkt nach dem 3. besten Läufer des Albia Cross Country Teams ins Ziel gekommen bin. 


Die Folge war, dass der Cross Country coach zu uns nach Hause gekommen ist und mich dazu überredet hat Football aufzugeben und mit laufen anzufangen. Ich sage nicht, dass es die Entscheidung total blöd war, aber ich denke ich hatte mehr Spaß beim Football spielen gehabt. Meine Mannschaft war aber super nett zu mir und ich habe eine Menge Freunde gefunden. Ich habe auch ein paar Medaillen bekommen, war also alles gar nicht so schlimm.

Samstag, 22. März 2014

FIRST DAYS

10./11. August 2013
Meine ersten beiden vollen Tage bei meiner Gastfamilie waren aufregend und ich habe einen Haufen Leute kennen gelernt. Es ist auf jeden Fall ... anders. Die Amerikaner fahren überall hin mit dem Auto, selbst die kürzesten Distanzen.
Am ersten Tag bin ich mit Luke (einer der Zwillinge) und Pete (meinem kleinen Gastbruder) ein bisschen herum gefahren. Es war richtig schön warm um die 30Grad! Wir sind also mit Luke's truck ein bisschen rum gefahren und sie haben mir alles ein bisschen gezeigt. Außerdem wollten sie mich ihren Großeltern vorstellen, welche aber leider nicht zu Hause waren!! :/ Wir haben auf zwischendurch  ein paar andere Schüler getroffen, zwei Mädchen die laufen waren. Danach sind wir noch zum Freibad gefahren, welches ziemlich nahe zu der Schule ist und direkt neben dem soccer field ist. Da haben wir auch noch eine ganze Menge Leute getroffen.
Am zweiten Tag bin ich mit Ryan los meine anderen Großeltern kennen lernen. Sie leben außerhalb der Stadt auf einer Farm. Nur "meine" Oma war da. Es war trotzdem eine ganze Menge Spass. Sie besitzen viele Kornfelder und ein paar Pferde haben sie auch. Eins muss man sagen. Das es zwischen den Städten eine ganze Weile nichts gibt, stimmt auf jeden Fall. Riesige Weiten nur Felder, Bäume, Hügel, einfach Landschaft.
Als wir zurück kamen wollte meine Gastmutter unbedingt dass ich meine anderen Großeltern - Wanda and Joe - kennen lerne. Ich war so aufgeregt. Sie wohnen auf der anderen Seite des Squares. Der Square der Stadt ist echt nur ein kleines Viereck in der Mitte der Stadt wo ein paar Geschäfte und Restaurants sind, nichts großes. Als wir dort ankamen war ich schon halb verrückt, ich war wirklich sehr gespannt. Bevor wir aus dem Auto ausgestiegen sind, hat meine Gastmutter mich gewarnt vor Joe. Sie meinte das er öfter mal Sachen sagt die er wohl besser nicht sagen sollte. Er hatte eine Operation und seitdem hat er sich verändert. Ich also ein wenig verwirrt was wohl auf mich zukommen wird und ohne Spass jetzt, dass erste was er zu mir sagte war: "Oh my gosh, he isn't as ugly as I thought!" 
Ich muss ehrlich sagen, dass mir die ersten Tage wirklich sehr gefallen haben und dass ich nicht glücklicher sein könnte mit meiner Entscheidung fürs Auslandsjahr und mit meiner Gastfamilie. Ich musste jedoch gleichzeitig feststellen, dass mein Englisch dringenden Verbesserungsbedarf hat.

Mittwoch, 12. Februar 2014

THE LAKE

Das ist das Haus am See. Die beiden oberen Etagen sind schon fertig, nur noch an der unteren wird gearbeitet. Wenn sie ein Haus am See haben, liegt es dem ganzen nahe, dass sie auch ein Boot haben. Das Boot ist nicht sehr groß, reicht aber alle mal. Wir hatten eine Menge Spaß. Ich habe mich auch im Wasser-Ski ausprobiert, ist gar nicht so einfach. Der See heißt Lake Thunderhead. Das Haus am See ist einfach perfekt. Ich liebe es mit meiner Gastfamilie dort hin zu fahren einfach weit weg von allem. Manchmal kommen auch Freunde mit zum See. Ich hatte immer eine gute Zeit wenn wir dort waren. Manchmal hatten wir ein kleines Feuer, manchmal haben wir einfach nur auf der Terasse gesessen und geredet. Ich habe alle einfach ein bisschen naeher kennen gelernt. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

GOODBYE GERMANY

09. August 2013

Es sollte von Bremen aus nach Frankfurt und von Frankfurt nach Chicago gehen. Der letzte Flieger sollte mich dann nach Des Moines, Iowa bringen. Mein Flug war schon mal ziemlich aufregend. Genau der richtige Start in mein Auslandsjahr. Ich wurde also in Bremen verabschiedet und ging dann in Richtung Sicherheitskontrollen. Ich zeige also mein Flugticket vor, da fragt mich die Frau am Schalter, ob mir dieser grüne Karton gehört. Da hatten wir die grüne Box, mit einem Abschieds Kuchen drin,



Chicago Airport

irgendwo im Flughafen vergessen. Daraufhin hatten sie schon alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, wegen dem Verdacht auf eine Bombe oder Ähnliches. Nachdem die Unannehmlichkeiten beseitigt waren, ging meine lange 19 Stunden Reise also los.  In Frankfurt angekommen, habe ich nach meiner Gruppe gesucht, denn ich bin mit Leuten meiner Organisation zusammen geflogen. Mit einem der ziemlich großen Flugzeuge ging es dann nach Chicago. Ab dort wurde es dann ein bisschen schwierig für mich. Es wurde Zeit Englisch zu sprechen. Die Frau bei der Sicherheitskontrolle hat es einem aber auch nicht leicht gemacht. Sie weiß das wir aus dem Ausland sind und trotzdem spricht sie leise und nuschelt. Ich musste bei jedem zweiten Satz nachfragen, was sie denn jetzt von mir will. In Chicago haben sich dann unsere Wege getrennt. Die anderen meiner Gruppe sind für ein paar Tage in Chicago geblieben, ich hingegen bin direkt weiter zu meiner Gastfamilie geflogen. Und wie kann es anders sein als dass ich auf einem riesen Flughafen ans andere Ende muss um meinen Anschluss Flieger zu bekommen. Ich muss also vom Terminal 5, dem sogenannten International Terminal, zum Terminal, dem größten des ganzen Flughafens. Die waren soweit auseinander, dass es dafür extra U-Bahnen gab. Das war alles ziemlich verwirrend, aber die 5 Stunden Wartezeit zwischen den beiden Flügen, haben mich nicht ins hetzen gebracht. In meinem letzten Flieger nach Des Moines, saß neben mir ein sehr freundlicher Mann. Wir haben den ganzen Flug lang geredet und er hat mir ein bisschen was über Amerika erzählt. Als wir dann gelandet waren, ich kann gar nicht beschreiben. Ich war so unglaublich aufgeregt. Dann bin ich eine Rolltreppe runter gefahren und da sah ich meine Gastfamilie das erste Mal. Sie hatten schon eine Weile auf mich gewartet.  Nachdem mein Gepäck eine halbe Ewigkeit später dann auch angekommen war, sind wir erstmal was essen gegangen. Auf der Fahrt in meine neue Heimatstadt hatten sie viele Fragen und dann hab ich circa eine viertel Stunde geschlafen. Im neuen Zuhause angekommen, hat mir mein kleiner Gastbruder alles gezeigt, aber ich war so müde, ich habe mich dann direkt danach schlafen gelegt.
I saw my first time a real american school bus
The confusing chicago airport

Samstag, 29. Juni 2013

Gastfamilie!!

Die Freude ist riesig! Ich bin platziert worden. Wo? - In Iowa, genau gesagt in einer kleinen Stadt mit 3,700 Einwohnern namens Albia.



Bundesstaat der Vereinigten Staaten: Iowa
Hauptstadt: Des Moines




Ja ich bin wirklich sehr zufrieden. Ich habe wirklich einen riesigen Glücksgriff gehabt. Ich habe alles was ich wollte. Sogar mehr! Ich habe ganze 4(!) Gastgeschwister. Ich habe 2 Hunde und 2 Katzen. Sie haben ein großes Haus, der Vater eine Praxis und sogar ein Boot haben sie. Ich wurde sogar schon gefragt ob ich schonmal Wasserski gefahren bin. Leider hatte ich noch nie die Chance dazu, aber ich soll und werde dass auf jeden Fall machen sagte man mir. Mein neues zu Hause ist gerade mal eine Meile von der Schule entfernt und doch soll ich per Fahrgemeinschaft zur Schule gebracht werden, da musste ich wirklich grinsen. Außerdem bin ich in einer wirklich sportlichen Familie, genau wie ich es wollte. Ein Traum diese Familie. Ich möchte auf keinen Fall wechseln. Ich danke meiner Austauschorganisation für die Host-Family! 

Mein Abreise-Datum wird wahrscheinlich der 9. August sein, damit ich pünktlich zum football practise komme, welches am 14. August ist. Meine Schule beginnt dann am 20. August. Einfach nur super. Ich freue mich mega. Zu meiner High School. Nichts gegen meine Schule hier in Deutschland, aber mal im Ernst. Gegen diese High School sieht meine Schule hier in Deutschland alt aus. Meine High School verfügt über die sogenannte KUNO 1:1 technology. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat jeder sein eigenes Tablet. Schon komisch, wenn ich so an meine Schule denke. Außerdem soll jeder Klassenraum ein interaktives Smartboard besitzen. Echt der hammer. Ich freue mich einfach so extrem. Ich weiß ganz genau das wird mein Jahr !!

Erik

Samstag, 15. Juni 2013

Schreckliche Warterei

Ich bin mit allen Unterlagen durch. Ich habe alles mögliche ausgefüllt. Sogar das Visum ist beantragt und auch einen Termin in der Botschaft in Berlin habe ich schon. 
Das einzige was mir noch fehlt ist eine Gastfamilie und das scheint ewig zu dauern. In meinem Kopf machen sich Gedanken breit wie, ob ich irgendetwas verstörendes an mir habe, dass mich niemand aufnehmen will. Aber die Austauschorganisation hat einem ja von vornherein den Wind aus den Segeln genommen und gesagt, dass es lange dauert bis man eine Gastfamilie bekommt. Außerdem bekommen Mädchen schneller ein Gastfamilie als Jungs. Warum? - keine Ahnung, wahrscheinlich denkt man Mädchen sind ordentlicher und höflicher oder so. :-D Einer meiner Freunde die im Ausland waren, hat seine Gastfamilie drei Tage vor Abreise bekommen. Also mache ich mir auch gar keinen großen Stress. Trotzdem bin ich ein bisschen angespannt, da ich meine Gastfamilie vorher schon etwas kennen lernen wollen würde. 
Zudem bin ich am Geld sparen wie ein irrer. Ich verdiene Geld indem ich Zeitungen verteile und Artikel für die Zeitung schreibe. Genial.

Erik

Montag, 20. Mai 2013

VORBEREITUNGSSEMINAR

Vor genau einem Monat war das Vorbereitungsseminar, für mein Auslandsjahr in den USA, meiner Austauschorganisation. Es sollte um 13Uhr in Hannover, genauer gesagt in einer Jugendherberge, losgehen. Praktisch, da ich am nächsten von allen Teilnehmern dran wohnte. Da Samstag war musste ich noch Zeitungen austeilen, das war vielleicht stressig. Aber meine Familie hat mir geholfen, also ging es deutlich schneller als sonst. Ich war ziemlich aufgeregt, hatte meine Sachen schon einen Tag vorher rausgelegt. (Das mache ich sonst nie.) - wahrscheinlich kam ein großer Teil der Aufregung auch dadurch, dass ich ein Mädchen kennen gelernt hatte die auch zum Treffen kommen sollte.

Ich bin *zum Glück* noch pünktlich angekommen. Der Empfang erfolgte durch zwei ehemalige Teilnehmer. Ich musste unterschreiben, dass ich nichts rauche, keine Drogen konsumiere, etc.. . Das Mädchen welches ich vom schreiben kannte, hatte mich als ich in die Jugendherberge kam, einfach ignoriert. Ich war total verwirrt. Aber sie wusste ja nicht wie ich aussah - blöd von mir. :D

Zuerst haben wir uns einen unendlich langen Vortrag anhören müssen. Dann wurden Eltern und Jugendliche getrennt. Wir mussten Gruppenarbeiten machen. Davor gab es aber noch ein paar kennen lern Spielchen. Dabei erkannte sie mich und wir haben das erste mal miteinander gesprochen. Ihr iPhone wurde an einer Raststätte geklaut - eiskalt.

Die Zeit verging beinahe wie im Flug. Ich muss zugeben, das Meiste was uns erzählt wurde, wusste ich bereits. Eine Sache, die mir noch sinnvoll erschien, war, dass wir zu Ende des Seminars noch einen Brief an uns selbst schreiben mussten. Finde ich super, denn ich denke, dass jeder so ein bisschen sehen kann, inwiefern er sich verändert hat. 

Ich war außerdem von mir selbst enttäuscht das ich mit meiner Bekanntschaft so wenig gesprochen hatte. Vielleicht treffe ich mich ja mal mit ihr. Sie hat heute Geburtstag und da ich sie wirklich unglaublich gern habe, Alles Gute und Liebe süße!:* Ich habe eine Menge Leute kennen gelernt. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Wochenende.

Erik



Montag, 6. Mai 2013

HOST FAMILY LETTER

Dieser Brief entscheidet mit darüber, in was für einer Gastfamilie du für ein Jahr leben wirst. In diesem Brief sollst du dich selbst beschreiben, vielleicht auch ein wenig selbst einschätzen. Schreib deinen zukünftigen Gasteltern (& Gastgeschwistern) wie dein Leben hier in Deutschland so aussieht, etwas über deine Familie, deine Hobbys, deine Schule, deinen Alltag eben. Bei diesem Brief solltest du aber sehr aufmerksam sein. Nimm dir viel Zeit und lass ihn von verschiedenen Leuten lesen. Ich habe mich natürlich nicht hingesetzt und sofort den Überflieger HOST FAMILY LETTER geschrieben. Nein, im Gegenteil. Ich habe mir ein buch geschnappt und gelesen wie man so etwas schreibt, so wie du jetzt gerade. Ich habe meine Kumpels die in Amerika waren gefragt nach ihren Briefen. Außerdem habe ich sie dann meinen Brief lesen lassen und sie hatten wirklich eine Menge zu verbessern :D.  Es gibt bestimmte Dinge die du einfach rauslassen solltest, z.B. dass du unglaublich gerne mit Tieren zusammenleben würdest, interessiert an dieser Stelle niemanden. Vielleicht klingt das jetzt ein bisschen hart, aber solche Fragen stehen in diesem Moment nicht im Vordergrund, du bist erst einmal froh wenn dich jemand ein Jahr aufnimmt. Letztendlich musst du dir aber selbst überlegen was du in deinen Gastfamilienbrief hinein schreibst und was halt nicht. 

Wie kann ich einen HOST FAMILY LETTER beginnen?
Dear Hostfamily,
My name is xy and I am fifteen years old. I live with my family in a little city near xy which is called xy with about xy citizens. I write to you because I want to learn more about your culture and your daily life. I would be very glad, if you gave me this chance and let me be a part of your family but first of all I want to give you a short impression of me and my life here in Germany.

Und dann geht es an das Eingemachte. Dafür möchte ich gar nicht so wirklich Vorgaben machen, denn das ist etwas was du schreiben musst. Es muss ganz allein von dir sein. Schreib ihn am besten allein. Klar, Inspirationen sind immer erlaubt und gern gesehen ;). Auf allgemeine Dinge solltest du achten:
- Keine Abkürzungen (" I'm ";" I'll ")
- Zahlen ausschreiben
- formale Anreden (Dear ...; Best wishes; Many greetings)
- weitere "Briefregeln" die auch hier in Deutschland gelten

Bei dem Gastfamilien Brief habe ich mich selbst übertroffen, jedenfalls in der Länge. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, denn dieser Brief lag mir wirklich am Herzen. Ich bin wirklich nicht besonders begabt in Deutsch, also meine Aufsätze und Geschichten sind der Horror. Im Dossier habe ich drei Seiten Platz bekommen, um meinen Text dort hin zu kritzeln. Ich musste mir zusätzlich noch ich glaube mindestens eine Seite kopieren, da der Platz nicht reichte. Also gebt alles, denn dieser Brief ist wirklich wichtig für euer Auslandsjahr! Keine Angst. Einfach anpacken und drauf los schreiben.

Demnächst werde ich meinen Gastfamilien-Brief veröffentlichen, zum durchlesen und zur Inspiration. Gutes Gelingen und nette Ideen.
"Ich kann das nicht", ist keine Entschuldigung dafür, es nicht versucht zu haben!
Erik

Freitag, 12. April 2013

AUSWAHLGESPRÄCH

Ich habe einige Zeit nichts mehr gepostet. Es ist ein wenig stressig in letzter Zeit. Also wie versprochen der Post zum Auswahlgespräch. Ein wenig später sollte auch noch ein Post zum Gastfamilienbrief folgen.
Ich hatte die letzten beiden Tage so gut wie gar nicht geschlafen. Ich war gerade auf einem Ergometer-Wettkampf gewesen, super anstrengend. Ich war richtig fertig, doch ich musste mich beeilen, denn es Stand das Auswahlgespräch mit der Mitarbeiterin von Kultur-Life an. Alle Bemühung half nichts. Ich war 5-10 Minuten zu spät. Sie war vor mir zu Hause. Mir war es peinlich, einfach weil es extrem unhöflich ist. Hunger nagte an mir, ich musste was essen, denn ich hatte den gesamten Tag kaum was zu mir genommen, doch aus Höflichkeit unterließ ich dies. Zuerst hat sie ein bisschen was über mich und meine Eltern in Erfahrung gebracht, wahrscheinlich wollte sie die Beziehung zwischen meinen Eltern und mir checken. Nicht lang hat es gedauert, da hat sie alle gebeten, das Wohnzimmer zu verlassen oder in mein Zimmer zu gehen, da sie mit mir allein reden wollte. Nachdem sich alle entfernt hatten, haben wir angefangen auf Englisch zu reden. Sie stellte mir Fragen, wie beispielsweise Warum ich ein Auslandsjahr machen möchte, Was ich von einem Auslandsjahr erwarte und Was ich machen würde, wenn mein Gastbruder neidisch auf mich wäre. Sie hat jedes einzelne Wörtchen mit geschrieben. Ich glaube hier habe ich nicht so glorreich abgeschnitten, doch im späteren Gespräch mit der Gruppenleiterin, schien ich einen guten Eindruck hinterlassen zu haben.
Kommen wir zum anschließenden Slep-Test. Zuerst einmal muss ich sagen, den gesamten Test hindurch war ich am Kekse essen, einfach weil ich so einen Hunger hatte. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe und nicht zu sehr aufs Essen geachtet, gab es 75 Aufgaben zu lösen/Fragen zu beantworten. Der Test bestand aus zwei Teilen, einmal einem Hör-Teil, den sie mit ihrem MacBookPro abspielte und einem Aufgaben-Teil, für den ich ein großes Heft bekam. Dazu bekommt man einen Lösungszettel, auf dem man dann A, B, C oder D ankreuzt (ausmalt, dass mögen die Amis lieber). 

Bei dem Hör-Teil kommen Sachen dran wie:
Man hört zwei Freunde reden. vier Antwortmöglichkeiten - über was reden sie?
Es wird ein Satz vorgelesen. vier Sätze stehen zur Auswahl. Welchen hat sie vorgelesen?

Beispiele Aufgaben-Teil:
Ein Bild mit 4 Personen darauf.Ein Garten: einer mäht rasen, einer liest ein buch, einer schwimmt im Pool, einer schmiert sich mit Sonnencreme ein. "This work is so hard on such a hot day." - Wer hat es gesagt? Der mit dem Rasenmäher natürlich!
Ein langer Text mit Lücken. Zwischen den Lücken ist ein Kästchen mit 4 Wörtern, welches gehört hier hin?

Ich möchte aber nicht zu viel verraten, ansonsten ist es ja kein Test mehr! Anfangs war der Test sehr leicht, doch zum Ende hin wird es wirklich sehr schwierig. Doch gibt es niemanden, der durch den Test bis jetzt durchgefallen ist. Ich hoffe ihr habt eine grobe Vorstellung bekommen was bei so einem Auswahlgespräch so passiert oder sogar auf dich zu kommt! Ich persönlich habe mich nicht auf den Test vorbereitet. Ich habe den Slep-Test eigentlich knapp bestanden, doch wie wir alle wissen, ist bestanden gut. Gut ist eine zwei und eine zwei ist fast eins. Außerdem habe ich meiner Meinung nach ein ordentlichen Eindruck hinterlassen, zusammen mit meiner Familie.


"Twenty years from now on you will be more disappointed by the things you did not do, than by the things you did. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbour. Catch the trade wind in your sails!"

Erik

Sonntag, 31. März 2013

AUSTAUSCHORGANISATION - Teil 2

Ich habe mich also für die Organisation Kultur-Life entschieden und das ganze lief bis jetzt so ab:
Ich war einer der, die sich etwas später angemeldet haben und da ich noch eine Gastfamilie abbekommen wollte, habe ich die unverbindliche Anmeldung einfach mal abgeschickt. Daraufhin kamen nach einer E-Mail ein paar Unterlagen. Ein Schlüsselanhänger, ein Schreiben, ein Dossier, Informationen zum Programm und noch ein Heftchen mit Vorschlägen, wie man das Geld auftreiben kann. Das Dossier ist eine Menge Arbeit und sollte wirklich sorgfältig ausgefüllt werden, denn hiervon hängt ab, an was für eine Gastfamilie du gerätst. Zudem hängt es auch davon ab, ob du überhaupt fahren darfst. Das Dossier nimmt viel Zeit in Anspruch. Es dreht sich um deine Interessen und Hobbys, wie du zu deiner Familie stehst, was du im Ausland erfahren möchtest, deinen gesundheitlichen Zustand, deine schulischen Leistung, insbesondere deine Englisch Kenntnisse. Du musst zum Arzt laufen, dich impfen lassen. Du musst zu deinem Englisch Lehrer, ein paar Seiten ausfüllen lassen. Du musst unzählige Sachen machen und hin und her laufen, aber wie gesagt: ES LOHNT SICH! Nach ein paar weiteren Tagen kam dann auch der Vertrag. Unterschrieben und wieder zusammen mit dem Dossier zurückgeschickt. Nun warte ich darauf, dass sich eine Gastfamilie bei mir meldet. Ich bin schon unglaublich aufgeregt und kann es kaum erwarten meinen Auslandsjahr anzutreten.

Zwei weitere Teile des Dossiers sind das Auswahlgespräch, wo eine sehr freundliche Mitarbeiterin von Kultur-Life bei mir war, und der Gastfamilien-Brief.
Darum wird es im nächsten Post gehen: Hostfamily-Letter und das Auswahlgespräch.


"Exchange is about learning. Learning how to live."


Bis Bald

Erik

Dienstag, 26. März 2013

ÜBERZEUGUNGSARBEIT

Es ist nun an der Zeit deine Eltern von deiner neuen Idee zu überzeugen. Du solltest die Idee, wie ich bereits schrieb, schon einmal unterbreitet haben, sodass deine Eltern schon einmal Zeit hatten sich Gedanken darüber zu machen. Denn so eine Entscheidung lässt sich nicht einfach so von heute auf morgen treffen. Es ist eine komplexe Angelegenheit, die auch eine mehr oder weniger große Belastung für deine Eltern darstellt. Sicher haben sie schon eine gewissen Richtung angegeben, im Bereich ob sie es tolerieren oder ob sie keineswegs begeistert sind. Bei mir war es so:
Ich habe mit größer Sicherheit nicht den besten Moment abgepasst. Ich habe meine Mutter gefragt, an einen gewöhnlichen Schultags Morgen. Die Reaktion war ja in irgendeiner Weise zu erwarten, in der Frühe. Ablehnung. Ich habe meine Eltern immer und immer wieder darauf angesprochen. Ein guter Augenblick war, als mein Vater und ich allein auf dem "nach-Hause-Weg" waren, von einer Familienfeier. Ich habe ihn nebenbei drauf angesprochen und nachgefragt, warum er dagegen ist. Es kamen Fragen auf wie: "Was passiert wenn du mit deiner Gastfamilie nicht klar kommst, oder sie dein beispielsweise den Kontakt zu uns verbieten, was machst du dann?" Daraufhin habe ich ihm von der 24h-Notfall-Hotline erzählt und das ein Gastfamilienwechsel normalerweise sehr schnell geht, wenn es große Probleme gibt. Außerdem hat man ja einen Betreuer im Ausland.
Also es ist eigentlich wichtig herauszufinden, welche Ängste deine Eltern haben und dann gute Argumente dagegen zu finden. Versuch dich doch mal in die Lage deiner Eltern zu versetzen, das hilft normalerweise immer zu verstehen, warum sie was nicht wollen. Zudem solltest du ihnen darlegen, warum du dieses Auslandsjahr machen willst, unzwar nicht einfach aus heiteren Himmel, einfach weil du Bock auf ein bisschen Abenteuer hast. Der High School Spirit ist eine Sache die mich außergewöhnlich ins Ausland zieht. Das darf aber natürlich nicht das einzige sein. Der Blick über den Tellerrand ist wichtig. Einfach mal aus deinem Alltag ausbrechen, aus deinem vertrauten Umfeld und ununterbrochen vor neuem stehen. Ich möchte mich verändern. Meine Persönlichkeit soll sich verändern. Ich möchte offener werden, selbstbewusster, verstehen warum andere Menschen in anderen Kulturen anders handeln als wir und selbstständiger werden. Das hat mich wirklich angesprochen und das habe ich meinen Eltern auch genauso gesagt. Du braucht eine Menge gute Argumente um sie zu überzeugen.

Beispiel:
zu teuer - Stipendium, Auslandsbafoeg, Jobben, ....
zu lang - Kultur kennen lernen, High School besuchen, einleben, Freunde finden, teil einer Gastfamilie werden ...
usw..

Versetz dich in ihre Lage, erkenne Ängste, sammel Argumente, lass nicht locker und überzeuge sie mit deinem Willen. Bleib immer locke und objektiv. Mit ein wenig Mühe überzeugst du sie im Handumdrehen!

Erik

Donnerstag, 21. März 2013

AUSTAUSCHORGANISATION

Eine der wichtigsten Entscheidungen steht nun auf dem Plan: Die Wahl der Austauschorganisation. Dies ist mit einer der wichtigsten Entschlüsse, die du treffen musst, damit dein Auslandsaufenthalt einzigartig wird. Erstmal solltest du dich erkundigen was es überhaupt für Organisationen, lerne sie kennen. Schau was eine Organisation zu bieten hat, wie lange sie schon im Geschäft tätig ist und natürlich sind Erfahrungsberichte anderer Teilnehmer auch ein wichtiger Bestandteil. 
Also schau doch einfach mal im Internet nach, einfach mal "drauf los googlen". Kauf/Leih dir Bücher aus (ich habe beispielsweise "Als Gastschüler in der USA" oder auch "Handbuch Fernweh". Da sind wirklich wertvolle Tipps dabei und Organisationen aufgelistet. Weiterhin habe ich Schüleraustausch-Messen besucht. Hier kannst du mit ein, zwei Personen von der Organisation reden und dir einen kleinen Eindruck von der Organisation machen. Zudem dreht man dir an jedem Stand einen Katalog an und Preislisten und so ein Zeug. Nach meiner ersten Messe hatte ich ca. 12 Kataloge. Eigentlich gar nicht schlecht, so konnte ich die Organisationen gut unter einander vergleichen. Wenn du mehr über die Schüleraustausch-Messen erfahren willst, zum Beispiel wo und wann sie stattfinden, klick hier.
So nun hast du schon eine gewisse Anzahl zur Auswahl, aber welche ist nun die Richtige? Schau erstmal nicht auf den Preis, sondern recherchiere erst einmal, welche Organisation dir am besten gefällt, welcher du am Meisten Vertrauen schenkst. Erst im zweiten Moment solltest du dann auf den Preis eingehen. Wenn du nicht so viel Geld zur Verfügung hast solltest du auch eine etwas billigere Organisation wählen, doch pass gut auf was alles im Preis enthalten ist! Manche Angebote scheinen günstig, doch sind genau das Gegenteil davon. Achte immer genau darauf, was im Angebot enthalten ist, denn manche lassen den Flug einfach raus. Das bedeutet dann einen Preisaufschlag von etwa 1000€! So etwas muss ja nicht sein, gerade weil du noch Versicherungen, ein Visum, Taschengeld usw.. brauchst. Das kostet nochmal extra.
Zudem solltest du überlegen was dir wichtig ist. Bei meiner Organisation (Kultur-Life) gibt es eine 24h Hotline, bei der du anrufen kannst falls du mit deiner Gastfamilie nicht klar kommst, oder bei irgendeinem anderen Notfall. Ausserdem bieten sie ein Auswahlgespräch bei dir zu Hause an, was absolviert werden muss. Eine ständige Ansprechperson im Ausland, ein Vorbereitungsseminar und die Krankenversicherung ist auch schon dabei.

Also mach dir eine grobe Übersicht was der Markt zu bieten hat. Überzeug dich, welche Organisation die richtige für dich ist, aber achte darauf, was das Angebot mit sich bringt. 

Erik

Montag, 18. März 2013

GELD

Es gibt genug Jugendliche, die das Geld für ein Auslandsjahr von ihren Eltern mal eben zu geschoben bekommen. Aber es gibt auch genug die das Geld teilweise, oder sogar komplett selbst auftreiben müssen. Dafür habe ich ein paar Möglichkeiten aufgestellt, um an das Geld zu kommen, was du für deinen Auslandsaufenthalt benötigst. Eins sei dir gesagt. An Geld, ist es, vermute ich, bei noch niemandem gescheitert. Du möchtest unbedingt das Geld auftreiben, aber wenn ein paar Anläufe nicht funktionieren, ist es wichtig das du nicht gleich aufgibst! Also es gibt viele Möglichkeiten, bei manchen musst du aber bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Vielleicht solltest du dir auch eine etwas günstigere Austauschorganisation aussuchen, aber wo du dabei zu achten hast, kommt später.

1. Ein Stipendium
Es werden unzählige Stipendien angeboten, es gibt ein riesiges Angebot. Für manche brauchst du einen überdurchschnittlichen Notendurchschnitt (Durchschnitt über 2,0), für andere braucht man ein besonderes soziales Engagement. Es gibt Voll- und Teilstipendien. Stipendien für bestimmte Länder. Stipendien für eine bestimmte Gruppe. Bei den Bewerbungen für die einzelnen Stipendien solltest du dir viel Zeit nehmen, denn denk daran, es gibt eine Menge anderer die das Geld ebenfalls brauchen. Ausserdem solltest du versuchen dich so früh wie möglich für ein Stipendium bewerben, denn z.B. bei mir war es so, dass ich mich deutlich zu spät beworben habe und deshalb große Probleme bekommen habe. Hier ein paar Stipendien:

Hier bekommen 360 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Teil einer amerikanischen Gastfamilie zu werden. Bewerbungsschluss war letztes Jahr am 14. September 2012. Dieses Jahr kann man sich ab Anfang Mai bewerben. Nutzt die Chance! - Vielleicht ist es euer Ticket ins Ausland.

Nordlicht Stipendium
Bei diesem Stipendium geht es um dein soziales Engagement. Du trainierst in deinem Verein eine Gruppe von Kindern? Du besuchst hin und wieder mal das Altersheim und verbringst dort Zeit mit alten Menschen? Du hast eben ein besonderes soziales Engagement und trägst zur Gemeinschaft bei?

Der DFH ist ein Zusammenschluss aus 11 bekannten Austauschorganisationen. Für das Ausreisejahr 2014/2015 vergeben sie 11 Vollstipendien für die USA und Kanada. Bewerbungen können vom 15.05 - 15.10.2013 eingereicht werden.

"Weltbürger-Stipendium von rund 337.000 €
Seit dem Schuljahr 2010/11 wurden WELTBÜRGER-Stipendien von deutschen Austauschorganisationen und weltweiser im Gesamtwert von rund 337.00 € vergeben."

Nichts für dich dabei?
Schau mal hier rein: Schüleraustausch Stipendien oder Ausgetauscht.
Auf diesen Website's sind, mir alle bekannten und darüber hinaus auch viele unbekannten, Stipendien aufgelistet. Lohnt sich.

Das Auslandsbafoeg ist eine weitere Möglichkeit Geld zu bekommen. Ob du das bekommst und wie viel hängt ganz davon ab, wie viel Geld deine Eltern verdienen, aber auch ob du schulpflichtige Geschwister hast und was du selbst an Geld zur Verfügung hast. 
Es gibt einen Bafoeg-Rechner, der eine grobe Richtung angibt was du bekommen würdest.
Mehr Informationen bekommst du hier:

3. Jobben
Je nach dem wie alt du bist kannst du verschiedene Tätigkeiten ausüben. Ich bin, wie schon gesagt, 15 Jahre alt und darf deswegen nur Sachen machen wie beispielsweise Zeitung austragen. (- der Job ist echt unterbezahlt! :D) Wenn du 16 bist, eröffnen sich dir natürlichen ganz neue Möglichkeiten. Du kannst bei McDonalds/Burger King/dem Supermarkt an der Ecke arbeiten als geringfügig Beschäftigter. So kommst du an mehr Geld.

(Dein Geld reicht immer noch nicht?
Die möglicherweise letzte Möglichkeit 
ist dir das Geld, für dein Jahr im Ausland,
von deinen Eltern vorerst auszahlen zu 
lassen (sofern möglich und du zahlst es 
ihnen dann später zurück oder ähnliches..)

Ich habe auch ein Stipendium bekommen im Wert von 500€. Im Hinblick auf den Programmpreis ist das zwar nicht so viel, doch es ist ein Anfang. Lass dir von niemandem sagen,"ein Stipendium? - Da kommst du nicht dran!" Glaub dem nicht. Es gibt so viele verschiedene Stipendien. Selbst ich habe eins bekommen und ich bin nicht sonderlich gut in der Schule. Also keine Scheu, traut euch!

Während deines Auslandsaufenthaltes brauchst du auch Taschengeld. Es wird so von 150-200 Euro im Monat gesprochen. Auch hierfür gibt es eine Menge Stipendien. Aber auch hier gibt es noch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Kindergeld von euren Eltern auszahlen zu lassen, vorausgesetzt eure Eltern machen das mit. Momentan liegt das Kindergeld für das 1./2. Kind bei 184€, für das 3. Kind bei 190€ und für jedes weitere bei 214€ im Monat. Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/nn_26532/zentraler-Content/A09-Kindergeld/A091-steuerrechtliche-Leistungen/Allgemein/Dauer-und-Hoehe.html

Erik

Sonntag, 17. März 2013

Wie ich zum Auslandsjahr kam.

Wie ich schon sagte, war es für mich eine sehr schwierige Entscheidung. Doch haben die positiven Aspekte einfach überwogen. Außerdem braucht man auch eine gewisse Menge an Charakter-Stärke - wie z.B. sehr viel Mut, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen....! Du musst dir darüber im Klaren sein, was du dir zumutest. Ich möchte dir keineswegs Angst machen, ganz im Gegenteil. Ich finde es super, wenn du einen so großen Schritt wagst. Doch ist dieses Jahr sicherlich kein Zuckerschlecken, lass dir das gesagt sein. Denn ohne deine Freunde, Familie in einem völlig fremden Umfeld ist gar nicht so einfach. Doch es ist endlich mal die Möglichkeit für dich da, einfach mal DU zu sein. Niemand kennt dich, du musst dich also kein bisschen verstellen. Das ist der riesen Vorteil den du hast. Du kannst herausfinden wer du eigentlich bist. Denn mal ganz im ernst. Du verhältst dich doch ganz anders deiner besten Freundin gegenüber, als irgendeinem anderem Kumpel, oder? Jedoch gibt es auch immer noch die Argumente, die mich ein wenig zurückgeschreckt haben. Du bist tausende Kilometer von deiner Heimat entfernt. Steht man das wirklich durch? - ein JAHR lang? Was ist wenn du mit deiner Gastfamilie nicht klar kommst? Ich kenne eine Hand voll Leute, die ein Auslandsjahr gemacht haben. Fast alle waren begeistert.
"Bestes Jahr meines Lebens." 
          "Wow, mach es auf jeden Fall."
"Geile Erfahrung, ich würde es jedem weiterempfehlen!"
Doch habe ich auch einen gehabt, der mir, was etwas erschreckendes erzählt hat. Seine Gastfamilie hat ihm sein Handy weggenommen. Er hatte keine Chance in irgendeiner Weise Kontakt mit seinen Eltern aufzunehmen. Dieser eine hat seinen Auslandsaufenthalt abgebrochen.
Was ich damit sagen will ist hoffentlich klar. Es kann alles passieren. Du kannst in die verschiedensten Familien kommen. Deswegen ist die Wahl der Organisation auch mit das 
wichtigste(dazu aber später mehr).

Zum eigentlichen Thema: WIE BIN ICH ZUM AUSLANDSJAHR GEKOMMEN?
Ich war in der 9.Klasse als ein paar meiner Freunde für ein Jahr ins Ausland gingen. So kam ich überhaupt dazu mich mal zu fragen. Was ist das überhaupt ein Auslandsjahr? Wie läuft es ab? Dahinter steckt einfach so viel. Als sie dann wieder da waren, habe ich wertvolle Informationen aus erster Hand bekommen. Sie haben sich alle verändert gehabt. Ich bewundere sie alle, wie sie es durchgestanden haben. Sie haben wirklich die verschiedensten Dinge erlebt, wow. Zudem bin ich ein kleiner Träumer. Ich sehe vor dem Schlafen gehen gerne in die Sterne. Sie sind so nah, aber doch so fern. Genauso wie ihr eurer Familie bei dem Auslandsaufenthalt. Wozu gibt es Skype, FaceTime usw.. ? - So Nah. Tausende Kilometer entfernt. Es gibt kein: "Hey ich komm mal eben rüber zu dir." - So fern. Ich persönlich möchte noch so viel sehen, so viel erleben. Das hat mich dazu gebracht zu sagen, ja, das will ich! - und der *High School Spirit*, aber der tut jetzt nichts zur Sache. :D Ich wollte mein Auslandsjahr eigentlich mit meiner besten Freundin in dem Sinne eigentlich "gemeinsam" machen. Wir sind beide in der 10. Klasse. Wir gehen beide gehen ins Ausland für ein Jahr und fangen dann gemeinsam mit dem Abitur an. Eigentlich der perfekte Plan, doch sie macht nicht mit... Kein Problem. Vielleicht werde ich mich nach dem Auslandsjahr nicht mehr so gut mit ihr verstehen. Letztlich soll das aber auch kein Problem darstellen, denn es reicht mir wenn ich weiß was davor war und ich werde mir viel Mühe geben unsere Freundschaft jetzt nochmal zu stärken.

Erik


Demnächst:
Wie soll ich nur das nötige Geld auftreiben?
Wie sollte ich meine Austauschorganisation auswählen?


Donnerstag, 14. März 2013

ENTSCHLUSS



Mein Traum – Ein Auslandsjahr. Seit ein paar Monaten beschäftige ich mich mit dem Gedanken ein Auslandsjahr zu machen. Herauszufinden, ob es das richtige für mich ist, war wirklich schwer, doch kam ich zu dem Entschluss: Ja, es ist genau das richtige für mich!
Um dir zu helfen die richtige Entscheidung zu treffen, ein Auslandsjahr zu machen oder nicht, teile ich dir mit, wie ich mich dazu entschieden habe, ein Auslandsjahr zu machen. Aber dazu müssen erst einmal viele Fragen geklärt werden, die du dir ernsthaft stellen und ehrlich beantworten musst, denn wenn du das nicht tust, wird es ein schwieriges Jahr für dich. Die Fragen sind wie folgt:
Kannst du dir vorstellen ein Jahr ohne deine Familie auszukommen?
Bist du bereit, dein komplettes Leben (deine Freunde, deine Klasse, die Leute aus deinem Verein, deine Schule… halt deinen gesamten Alltag) ein Jahr hinter dir zu lassen, um es in einem Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen im Hinterkopf, wieder neu aufzubauen?
Die Vorbereitung auf ein Auslandsjahr ist sehr intensiv, anspruchsvoll und ziemlich zeitaufwendig. Bist du bereit sehr viel Zeit für deinen Traum zu investieren?
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Kannst du dir vorstellen ein Jahr ohne deine Familie auszukommen?



Gehen wir doch mal genauer darauf ein. Ein Auslandjahr ist nicht wie eine Klassenfahrt, es ist etwas größeres, etwas ganz besonderes. Man ist nicht nur für zwei Wochen, sondern für ein komplettes Jahr, Tausende von Kilometern von seiner Heimat entfernt. Das ist nicht selbstverständlich. Alles was ich hier erzähle weiß sich lediglich aus zweiter Hand. Die ersten, zwei Monate ist alles super, neu und toll. Viele neue Gesichter werden auf dich zu kommen, doch diese Phase ist auch irgendwann vorbei. Nun wird dein Selbstvertrauen auf die Probe gestellt. So langsam bekommst du Heimweh, was völlig in Ordnung ist. Man findet schnell Freunde. Sich also für ein Auslandsjahr zu entscheiden bedeutet Mut und Selbstvertrauen.



Bist du bereit, dein komplettes Leben (deine Freunde, deine Klasse, die Leute aus deinem Verein, deine Schule… halt deinen gesamten Alltag) ein Jahr hinter dir zu lassen, um es in einem Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen im Hinterkopf, wieder neu aufzubauen?



Da ist sie. Die große Angst, dass nach einem Jahr alles anders ist. Dass die Freunde einem schrecklich fremd sind. Doch ist es wirklich so, wie man sich das vorstellt? Du veränderst dich. Dieses Jahr wirst du ununterbrochen vor neuem stehen. Es gilt Aufgaben zu meistern, die du völlig alleine und selbstständig bewältigen musst. Deine Persönlichkeit wird sich sicherlich verändern. Aber wahre Freunde, sind Freunde die dir dein ganzes Leben zur Seite stehen und Veränderungen mit dir zusammen durchstehen.
Ich kann dir sagen, dass es mir nicht leicht fällt, mich von meiner besten Freundin zu trennen, da sie mir unbeschreiblich wichtig ist. Doch wenn dies nun der Zeitpunkt ist, wo sich unsere Wege trennen, dann soll es so sein. Vielleicht sind wir danach ja immer noch ‚beste Freunde‘. Du wirst wenn du ein 1Jahr ins Ausland gehst, wie ich mit G8 (12Jahre Schule) also zwischen der 10. und der 11. Klasse, ein Jahr länger brauchen als der Rest – völlig klar. Also kommst du in den Jahrgang unter dir. Der Gedanke zwischen jüngeren der älteste zu sein, gefällt dir nicht? Du kennst bereits ein paar des Jahrgangs und du magst sie nicht? Hier gilt eins: Prioritäten setzen. Was ist dir wichtiger? Ein Auslandsjahr, voller Erfahrungen. Ein Jahr, das wie viele sagen, dass beste deines Lebens wird? Ist dir deine spätere Klasse so wichtig, dass du so eine einmalige Chance einfach wegwirfst? Die Antwort ist hoffentlich klar. Nein ist sie nicht. Außerdem gibt es in den Abiturjahrgängen (G8, 11./12. Jahrgang) das Kurssystem, also bist du mit den verschiedensten Leuten zusammen.


Die Vorbereitung auf ein Auslandjahr ist sehr intensiv, anspruchsvoll und ziemlich zeitaufwendig. Bist du bereit sehr viel Zeit für deinen Traum zu investieren?


Oh ja. Die Vorbereitung auf dieses ganz besondere Jahr ist sogar ein wenig anstrengend muss ich sagen, gerade wenn man ein Stipendium benötigt, wie ich. Doch ich denke die Arbeit lohnt sich. Ich habe mich bei der Stiftung ‚Nordlicht Stipendium‘ beworben. Die Aufgabe war ein Video zu drehen, was ich natürlich auch getan habe, aber ohne die Hilfe meiner Freunde, wäre das nichts geworden. Wenn man das Geld zusammen hat, musst du eine Bewerbung ausarbeiten, die dann auch an Gastfamilien geschickt wird.

Erik