Donnerstag, 14. März 2013

ENTSCHLUSS



Mein Traum – Ein Auslandsjahr. Seit ein paar Monaten beschäftige ich mich mit dem Gedanken ein Auslandsjahr zu machen. Herauszufinden, ob es das richtige für mich ist, war wirklich schwer, doch kam ich zu dem Entschluss: Ja, es ist genau das richtige für mich!
Um dir zu helfen die richtige Entscheidung zu treffen, ein Auslandsjahr zu machen oder nicht, teile ich dir mit, wie ich mich dazu entschieden habe, ein Auslandsjahr zu machen. Aber dazu müssen erst einmal viele Fragen geklärt werden, die du dir ernsthaft stellen und ehrlich beantworten musst, denn wenn du das nicht tust, wird es ein schwieriges Jahr für dich. Die Fragen sind wie folgt:
Kannst du dir vorstellen ein Jahr ohne deine Familie auszukommen?
Bist du bereit, dein komplettes Leben (deine Freunde, deine Klasse, die Leute aus deinem Verein, deine Schule… halt deinen gesamten Alltag) ein Jahr hinter dir zu lassen, um es in einem Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen im Hinterkopf, wieder neu aufzubauen?
Die Vorbereitung auf ein Auslandsjahr ist sehr intensiv, anspruchsvoll und ziemlich zeitaufwendig. Bist du bereit sehr viel Zeit für deinen Traum zu investieren?
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Kannst du dir vorstellen ein Jahr ohne deine Familie auszukommen?



Gehen wir doch mal genauer darauf ein. Ein Auslandjahr ist nicht wie eine Klassenfahrt, es ist etwas größeres, etwas ganz besonderes. Man ist nicht nur für zwei Wochen, sondern für ein komplettes Jahr, Tausende von Kilometern von seiner Heimat entfernt. Das ist nicht selbstverständlich. Alles was ich hier erzähle weiß sich lediglich aus zweiter Hand. Die ersten, zwei Monate ist alles super, neu und toll. Viele neue Gesichter werden auf dich zu kommen, doch diese Phase ist auch irgendwann vorbei. Nun wird dein Selbstvertrauen auf die Probe gestellt. So langsam bekommst du Heimweh, was völlig in Ordnung ist. Man findet schnell Freunde. Sich also für ein Auslandsjahr zu entscheiden bedeutet Mut und Selbstvertrauen.



Bist du bereit, dein komplettes Leben (deine Freunde, deine Klasse, die Leute aus deinem Verein, deine Schule… halt deinen gesamten Alltag) ein Jahr hinter dir zu lassen, um es in einem Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen im Hinterkopf, wieder neu aufzubauen?



Da ist sie. Die große Angst, dass nach einem Jahr alles anders ist. Dass die Freunde einem schrecklich fremd sind. Doch ist es wirklich so, wie man sich das vorstellt? Du veränderst dich. Dieses Jahr wirst du ununterbrochen vor neuem stehen. Es gilt Aufgaben zu meistern, die du völlig alleine und selbstständig bewältigen musst. Deine Persönlichkeit wird sich sicherlich verändern. Aber wahre Freunde, sind Freunde die dir dein ganzes Leben zur Seite stehen und Veränderungen mit dir zusammen durchstehen.
Ich kann dir sagen, dass es mir nicht leicht fällt, mich von meiner besten Freundin zu trennen, da sie mir unbeschreiblich wichtig ist. Doch wenn dies nun der Zeitpunkt ist, wo sich unsere Wege trennen, dann soll es so sein. Vielleicht sind wir danach ja immer noch ‚beste Freunde‘. Du wirst wenn du ein 1Jahr ins Ausland gehst, wie ich mit G8 (12Jahre Schule) also zwischen der 10. und der 11. Klasse, ein Jahr länger brauchen als der Rest – völlig klar. Also kommst du in den Jahrgang unter dir. Der Gedanke zwischen jüngeren der älteste zu sein, gefällt dir nicht? Du kennst bereits ein paar des Jahrgangs und du magst sie nicht? Hier gilt eins: Prioritäten setzen. Was ist dir wichtiger? Ein Auslandsjahr, voller Erfahrungen. Ein Jahr, das wie viele sagen, dass beste deines Lebens wird? Ist dir deine spätere Klasse so wichtig, dass du so eine einmalige Chance einfach wegwirfst? Die Antwort ist hoffentlich klar. Nein ist sie nicht. Außerdem gibt es in den Abiturjahrgängen (G8, 11./12. Jahrgang) das Kurssystem, also bist du mit den verschiedensten Leuten zusammen.


Die Vorbereitung auf ein Auslandjahr ist sehr intensiv, anspruchsvoll und ziemlich zeitaufwendig. Bist du bereit sehr viel Zeit für deinen Traum zu investieren?


Oh ja. Die Vorbereitung auf dieses ganz besondere Jahr ist sogar ein wenig anstrengend muss ich sagen, gerade wenn man ein Stipendium benötigt, wie ich. Doch ich denke die Arbeit lohnt sich. Ich habe mich bei der Stiftung ‚Nordlicht Stipendium‘ beworben. Die Aufgabe war ein Video zu drehen, was ich natürlich auch getan habe, aber ohne die Hilfe meiner Freunde, wäre das nichts geworden. Wenn man das Geld zusammen hat, musst du eine Bewerbung ausarbeiten, die dann auch an Gastfamilien geschickt wird.

Erik

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